Privatpraxis Dr. med. Axel J. Schalda

Tipps

Da sich unser heutiges Leben überwiegend im Sitzen abspielt, folgen zunächst hier einige Tipps für richtiges Sitzen:

  • Bei sitzender Arbeit sollten Sie Ihren Sitzplatz und Ihre Tischhöhe aufeinander abgestimmt haben.
  • Eine leichte Neigung Ihrer Arbeitsfläche – ähnlich einem Stehpult – ist für längere Schreibarbeiten besonders geeignet.
  • Sie sollten vermeiden, dass die Arbeitsfläche zu niedrig ist, da dies einen gerundeten Rücken erzwingt.
  • Diese Haltung führt zu Rückenschmerzen. Bei zu niedrigem Arbeitsstuhl werden Ihre Knie- und Hüftgelenke zu stark gebeugt; bei zu hohem Arbeitsstuhl drückt die Stuhlkante auf Ihren Ischiasnerv und Ihre Beine schlafen ein.
  • Eine gerade Sitzhaltung entlastet Ihre Wirbelsäule. Eine nach vorn übergebeugte Haltung presst Ihre Wirbel und damit Ihre Bandscheiben einseitig zusammen.
  •  Ein häufiger Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen entlastet Ihre Wirbelsäule.

Fehlhaltung - ein Risikofaktor für:

  • Kopfschmerz
  • Nackenschmerz
  • Schulterschmerz
  • Brustschmerz
  • Stechen in der Herzgegend
  • Taubheitsgefühl der Finger und Arme
  • Kreuzschmerz
  • "Ischias"
  • Wadenkrämpfe

Die gesunde aufrechte Sitzhaltung

  • Kopf aufrecht
  • Kinn zurückgenommen
  • Schulter locker nach hinten
  • Brustbein nach vorn gekippt
  • Oberschenkel gespreizt
  • Füße leicht nach außen gestellt

 

Mein Tipp für Ihre aufrechte Haltung im Stehen und Gehen:

Auch im Stehen und Gehen sollten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung achten. Die alte Regel "Brust raus, Bauch rein" gilt nur zur Hälfte. Bei der aufrechten Haltung muss der Brustkorb aufgerichtet sein. Der Bauchraum soll jedoch entspannt sein, um die Beckenkippung zuzulassen.

Beobachten Sie Ihre Haltung öfters im Spiegel oder im Schaufenster. Sie werden erstaunt sein, wie oft Sie in die krumme Körperhaltung zurückfallen.

Auch die psychische Verfassung spiegelt sich in der Haltung wider. "Den Kopf hängen lassen","vom Leid gebeugt", diese Redensarten weisen darauf hin, wie sehr die psychische Verfassung unsere Körperhaltung beeinflußt. Natürlich ist es schwierig, in einer niedergedrückten Stimmung aufrechte Körperhaltung zu zeigen. Versuchen Sie dennoch Ihrer Wirbelsäule zuliebe sich aufrecht zu halten; auch wenn Sie sich nicht danach fühlen - es könnte sein, dass es Ihnen dann auch psychisch besser geht.

Verheben Sie sich nicht!

Heben Sie aus den Knien heraus, und lassen Sie den Rücken dabei gerade. Beim Heben aus dem Kreuz (mit rundem Rücken) droht der Hexenschuss.

falsch

richtig

L(i)egen Sie sich nicht krumm!

Zwei Hauptforderungen sollten Sie an ein gutes Bett stellen. Es muss so weich sein, dass es an den Punkten an denen der Körper aufliegt nicht drückt; andererseits muss es die Wirbelsäule stützen.

falsch

richtig

Nur in entspannter Rückenlage erholt sich Ihre Wirbelsäule von Beanspruchungen. Dabei füllen die Bandscheiben auch ihren Flüssigkeitsgehalt auf. Ihre Unterfederung, sei es durch Lattenrost oder Federrahmen, sollte flach und nicht abgeknickt, das Material nicht zu weich sein. Letztendlich kommt es darauf an, dass die Unterlage gepolstert aber nicht nachgiebig durchfedernd ist. Sie können diesen Effekt durch eine einfache durchlöcherte Spanplatte unter der Matratze erzielen, oder durch einen flexibleren und luftdurchlässigeren Lattenrost.

Die meisten Menschen schlafen sehr gut auf einer mittelharten Federkern- oder Latexmatratze. Matratzen sollten mit einer wärmeisolierenden Auflage z.B. aus Schafwolle versehen sein. Sonst besteht während des Schlafs die Gefahr der Auskühlung von Rückenpartien mit Muskelverspannungen als Folge. Von erhöhten Kopfteilen rate ich Ihnen ab.

Stattdessen empfehle ich Ihnen ein kleines Kissen (40 X 80 cm) mit einer gemischten Daunen- und Federfüllung, das nur bis zu den Schultern reicht und sich nicht unter Ihren Brustkorb schiebt. Ein zusätzliches kleines „Kuschelkissen“ ist erlaubt. Dadurch haben Sie bei Seitenlage die Höhendifferenz zwischen Kopf und Matratze ausgeglichen und ein seitliches Abknicken Ihrer Halswirbelsäule vermieden.

Bauchschläfer mit häufigen Kopfschmerzen am Morgen, sollten versuchen, sich an eine Rücken- oder Seitenlage zu gewöhnen. Von sogenannten orthopädischen Kissen (teuer und nicht verordnungsfähig) rate ich ab, da die meisten Menschen nicht so liegen, wie der Hersteller es sich vorstellt.